Die Hirsch-Apotheke Birkenfeld – 300 Jahre Geschichte, Menschen und Erinnerungen

Vorwort

Wenn ich heute über die Hirsch-Apotheke schreibe, dann tue ich das nicht als neutraler Chronist, sondern als jemand, dessen eigene Familiengeschichte mit diesem Haus verflochten ist. Über meine Urgroßmutter Mathilde, geborene Kleimann, besteht eine direkte Verbindung zur Apothekerfamilie, die in den 1880er Jahren für einige Jahre die Geschichte dieses Hauses mitgeprägt hat. Es ist nur ein kleines Kapitel in einer 300-jährigen Geschichte – für mich persönlich aber ein sehr bedeutendes.

Als ich begonnen habe, die Geschichte der Hirsch-Apotheke zu recherchieren, ahnte ich nicht, wie reich dieses Mosaik aus Menschen, Ereignissen und kleinen Begebenheiten werden würde. Alte Dokumente, Festschriften, Fotos, Gespräche mit Zeitzeugen und natürlich der enge Kontakt zum heutigen Inhaber Achim Nauert haben Schritt für Schritt ein Bild entstehen lassen, das weit über eine bloße Jahreszahl „1725–2025“ hinausgeht.

Der Festakt zum 300-jährigen Jubiläum, der Jubiläumsfilm in der Stadthalle und die Begegnungen an diesem Abend haben mich tief berührt. Aus dieser Arbeit sind nicht nur Texte entstanden, sondern auch ein Lied über die Hirsch-Apotheke, das auf meiner Seite zu hören ist – ein kleines musikalisches Dankeschön an dieses Haus und die Menschen, die es über Generationen getragen haben.

Der folgende Beitrag versteht sich als Momentaufnahme im besten Sinne: sorgfältig recherchiert, mit Herz geschrieben – und offen dafür, bei neuen Funden und Erinnerungen weiterzuwachsen. Möge er dazu beitragen, dass die Geschichte der Hirsch-Apotheke nicht nur bewahrt, sondern auch mit Interesse und Wärme gelesen wird.

Die Hirsch-Apotheke in Birkenfeld an der Nahe zählt zu den ältesten Apotheken Deutschlands. Seit ihrer Gründung im Jahr 1725 hat sie Kriege, gesellschaftliche Umbrüche und unzählige Generationen von Apothekern überdauert. Doch was steckt hinter den dicken Mauern dieser traditionsreichen Institution? Welche historischen Ereignisse haben ihre Entwicklung geprägt? Und welche besonderen Anekdoten erzählen von der bewegten Geschichte dieser Apotheke?

Dieser Artikel taucht tief in die Vergangenheit ein und enthüllt die spannendsten Geheimnisse aus 300 Jahren Hirsch-Apotheke Birkenfeld. Zugleich zeigt er, wie eng die Geschichte dieses Hauses mit den Menschen der Stadt – und sogar mit einzelnen Familien – verbunden ist.


1725 – Die Geburtsstunde der Hirsch-Apotheke

Alles begann am 27. November 1725: Der Apotheker Johann Ludwig Euler, geboren am 28. Februar 1698 in Pfeffelbach, erhielt von der sponheimischen Regierung das offizielle Privileg, in Birkenfeld eine Apotheke zu eröffnen. Zu dieser Zeit gab es im gesamten Umland keine vergleichbare Einrichtung – Euler hatte also das exklusive Recht, Arzneimittel herzustellen und zu verkaufen.

Die erste Apotheke Birkenfelds befand sich im „Haus Loeblein“, einem historischen Gebäude direkt neben dem heutigen Standort. Von hier aus versorgte Euler die Stadt und die Umgebung mit Medikamenten, oft nach eigener Rezeptur. Die Apotheke war in dieser frühen Zeit nicht nur Versorgungsstelle, sondern auch ein Ort, an dem neue medizinische Erkenntnisse, Heilpflanzenkunde und praktische Erfahrung zusammenspielten.

Jahrzehntelang blieb die Apotheke in Familienbesitz, bis sie nach dem Tod von Johann Ludwig Euler I. im Jahr 1766 an seinen Sohn überging:

Johann Ludwig Euler II., geboren 1733, führte die Apotheke bis zu seinem Tod am 23. Mai 1790 weiter. Da es keinen volljährigen männlichen Nachfolger gab, übernahm sein Schwiegersohn Johann Heinrich Noell das Geschäft.

Fast 100 Jahre lang blieb die Apotheke eine zentrale Anlaufstelle für die medizinische Versorgung der Region. Doch das 19. Jahrhundert brachte große Veränderungen mit sich – politisch, gesellschaftlich und baulich. All das spiegelt sich auch in der Geschichte der Birkenfelder Apotheke wider.


Vom Haus Loeblein zur heutigen Hirsch-Apotheke – Ein Standort mit Geschichte

Im Jahr 1831 verlegte man die Apotheke an ihren heutigen Standort in der Unteren Hauptstraße. Das neue Apothekenhaus, ein Quereinhaus mit Elementen aus dem frühen 19. Jahrhundert, wurde schnell zu einer Institution in Birkenfeld.

Vor dem Haus stand damals noch ein hölzerner Lindenbrunnen, der nicht nur der Wasserversorgung, sondern auch dem alltäglichen Leben diente – ein Treffpunkt, an dem Nachrichten und Neuigkeiten die Runde machten.

Die folgenden Jahrzehnte waren von mehreren Besitzerwechseln geprägt. Zu den nachweislichen Inhabern in dieser turbulenten Zeit zählten:

  • Johann Heinrich Noell
  • Johann Adam Becker
  • Carl Heinrich Hohle
  • Eduard August Gleimann

Diese nüchterne Aufzählung verbirgt eine bewegte Phase: Jede dieser Personen brachte ihren eigenen Stil, ihre politische Haltung und ihr Verständnis von Apothekerberuf und Verantwortung mit – und prägte damit das Haus auf ihre Weise.


Carl Heinrich Hohle – Demokrat und Apotheker in unruhigen Zeiten

Besonders bemerkenswert ist Carl Heinrich Hohle, der die Apotheke in der Mitte des 19. Jahrhunderts führte.

Er war nicht nur Apotheker, sondern auch politisch aktiv und saß im Oldenburgischen Landtag. In den Jahren um 1848, der Zeit der Revolution und der demokratischen Bewegungen in vielen deutschen Staaten, bezog Hohle deutlich Stellung. Sein Engagement brachte ihn in Konflikt mit Behörden und konservativen Kreisen – ein Zeichen dafür, dass selbst eine Kleinstadtapotheke wie die in Birkenfeld eng mit der großen Politik verwoben sein konnte.

Später verließ Hohle Birkenfeld und wurde in Kaiserslautern aktiv, wo er ein Handelsgeschäft gründete und schließlich Bürgermeister wurde. Die heutige Hohlstraße erinnert noch an ihn – ein indirektes, aber dauerhaftes Echo der Birkenfelder Apothekengeschichte.


Eduard August Gleimann – Ein Apotheker verändert das Stadtbild

Eduard August Gleimann, einer der späteren Inhaber der Hirsch-Apotheke, spielte nicht nur in der Apothekengeschichte eine Rolle, sondern hat auch eine direkte Verbindung zu meiner eigenen Familiengeschichte: Seine Tochter Mathilde Gleimann heiratete den Gymnasiallehrer Adolf Herfurth, der von 1873 bis 1912 Lehrer am Gymnasium in Birkenfeld war. Damit ist meine Urgroßmutter eng mit der Geschichte dieser Apotheke verbunden – und nun darf ich, Wolfgang Herfurth, diesen Blogbeitrag über eine der traditionsreichsten Apotheken Deutschlands veröffentlichen.

Gleimann war es auch, der das Umfeld der Apotheke sichtbar veränderte: Der alte hölzerne Lindenbrunnen vor dem Haus wurde durch einen gusseisernen Brunnen ersetzt, der aus der Hütte Abentheuer stammte. Dieses markante Stück Gusseisen wurde zu einem charakteristischen Bildmotiv der Unteren Hauptstraße und taucht auf vielen alten Postkarten und Fotografien auf.

Damit war die Apotheke nicht mehr nur innen modernisiert – auch der Platz vor dem Haus trug nun sichtbar die Handschrift des Apothekeninhabers.

Trotz der wechselnden Eigentümer blieb die Apotheke durchgehend in Betrieb – ein Beweis für ihre Bedeutung in der Region.


Ein Meilenstein der Apothekengeschichte – 1887 und die Ära Haag

Ein Meilenstein der Apothekengeschichte war das Jahr 1887, als der Apotheker Rudolf Haag das Geschäft übernahm. Und mit ihm kam eine entscheidende Veränderung:

Warum heißt sie „Hirsch-Apotheke“? Die Jagdleidenschaft eines Apothekers

Rudolf Haag war nicht nur Apotheker, sondern auch ein leidenschaftlicher Jäger. In Anlehnung an sein Hobby – und den Hirsch als Wappentier vieler Jäger – entschied er sich, die Apotheke in „Hirsch-Apotheke“ umzubenennen.

Dieser Name setzte sich durch und blieb bis heute bestehen. Damit wurde 1887 ein Markenzeichen geschaffen, das in Birkenfeld bis heute bekannt ist. Von da an verknüpfte sich der Name der Apotheke endgültig mit einem Bild: dem Hirsch als Symbol für Natur, Wald, Jagd – und eine gewisse Würde und Beständigkeit.

Rudolf Haag war es auch, der als einer der ersten Apotheker Frauen in die Ausbildung einbezog – darunter seine eigene Tochter Emmy Haag, die 1907 als Lehrling begann. Sie war eine der frühen Frauen in der Apothekenausbildung und prägte die Zukunft des Betriebs.

In einer Zeit, in der Apothekenbetriebe noch stark männlich dominiert waren, war es ein mutiger Schritt, einer Frau den Weg in diesen Beruf zu öffnen. Dass es ausgerechnet die Tochter des Inhabers war, zeigt die Verbindung von Familiengeschichte und beruflicher Emanzipation.


Die Hirsch-Apotheke im 20. Jahrhundert – Weltkriege und Wandel

Nach dem Tod von Rudolf Haag im Jahr 1911 übernahm zunächst seine Tochter Emmy Haag, die 1913 den Apotheker Oskar Fetz heiratete. Die Apotheke blieb damit in der Familie, doch das 20. Jahrhundert sollte auch für dieses Haus eine Zeit großer Belastungen werden.

Während des Ersten Weltkriegs waren nicht nur Medikamente knapp; die Apotheke war zugleich mit den Sorgen der Familien konfrontiert, deren Söhne und Männer an der Front waren. Zeitweise wurden Soldaten einquartiert, was das ohnehin knappe Raumangebot zusätzlich beanspruchte und den Alltag erschwerte.

Doch Oskar starb früh, und so wurde die Apotheke an Heinrich Stoltz verpachtet, der sie durch die schweren Zeiten der Weltwirtschaftskrise und des Zweiten Weltkriegs führte. In diesen Jahren mussten sich Apotheken immer wieder auf neue Verordnungen einstellen, mit Lieferengpässen umgehen und mit viel Improvisation arbeiten.

Trotz aller Widrigkeiten blieb die Hirsch-Apotheke geöffnet – eine beständige Adresse inmitten der Unsicherheit der Zeit.

Ein einschneidendes bauliches Ereignis folgte 1956: Die Verkaufsräume wurden vom ersten Stock ins Erdgeschoss verlegt. Bis dahin mussten Kunden eine Treppe hinaufsteigen – ein Umstand, der nicht mehr zeitgemäß war. Heute befindet sich die Offizin (Verkaufsraum) im früheren Kellerbereich des Gebäudes.

Bereits 1953 war im Zuge dieser Umbauten eine neue Außentreppe entstanden, die den Zugang regelte und dem Haus das Gesicht verlieh, das viele ältere Birkenfelder noch aus ihrer Jugend kennen.

1970 kehrte die Apotheke in Familienhand zurück: Elfriede Pauli, die Enkelin von Emmy Haag, wurde neue Inhaberin. Sie leitete das Geschäft über 30 Jahre lang, bevor sie es 2001 an Hiltrud Eifler verkaufte.


Elfriede Pauli – Moderne im historischen Haus

Unter Elfriede Pauli begann eine Phase der behutsamen Modernisierung. Sie führte die Hirsch-Apotheke durch die Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs, der wachsenden Medikamentenvielfalt und der zunehmenden Bürokratisierung im Gesundheitswesen.

Sie war es, die das 100-jährige Jubiläum der Apotheke unter dem Namen „Hirsch-Apotheke“ (1887–1987) erlebte und gestaltete – ein Datum, das in der Familie und bei vielen langjährigen Kunden bis heute in Erinnerung ist.

Ihre Arbeit steht stellvertretend für eine Generation, die Tradition bewahrte und zugleich schrittweise neue Technik, neue Arzneiformen und neue Abläufe in den Alltag integrierte.


Von der Tradition zur Moderne – Die Hirsch-Apotheke heute

Seit 2018 steht die Hirsch-Apotheke unter der Leitung von Achim Nauert, einem gebürtigen Birkenfelder. Nauert, Sohn des ehemaligen Stadtbürgermeisters Peter Nauert, verbindet heute moderne Apothekenservices mit der langen Tradition des Hauses.

Bevor er die Apotheke übernahm, hatte bereits Hiltrud Eifler (ab 2001) wesentliche Weichen in Richtung Zukunft gestellt: Unter ihrer Führung zog die Digitalisierung in den Betrieb ein. Ein Apothekenroboter übernahm die automatische Lagerung und Ausgabe vieler Medikamente, klassische Holzschubladen wurden nach und nach ersetzt. Der Verkaufsraum wurde neu gegliedert, Labor und Rezeptur modernisiert.

Achim Nauert knüpft an diese Entwicklung an und führt sie weiter. Er hat die Einrichtung erneuert, zusätzliche Beratungsplätze geschaffen und legt Wert auf einen möglichst kleinen ökologischen Fußabdruck – ein Thema, das in der heutigen Zeit auch im Apothekenalltag eine Rolle spielt.

Heute beschäftigt die Hirsch-Apotheke 24 Mitarbeiter und bietet neben dem klassischen Arzneimittelverkauf auch digitale Services, eine Apotheken-App und einen Hauslieferdienst.

Ein besonderes Wahrzeichen bleibt die 300-jährige Geschichte des Hauses, die noch heute in den alten Dokumenten und Geschichten rund um die Apotheke lebendig ist. Und diese Geschichte wurde im Jubiläumsjahr 2025 in einer Form erzählt, wie man sie nicht alle Tage erlebt.


300 Jahre Hirsch-Apotheke – Das große Jubiläum 2025

Im Jahr 2025 feiert die Hirsch-Apotheke ihr 300-jähriges Bestehen – ein Ereignis, das in der Stadt mit besonderen Feierlichkeiten begangen wird. Geplant sind unter anderem:

  • Eine historische Ausstellung mit alten Dokumenten und Apothekengegenständen
  • Ein Jubiläumsfest mit Stadtvertretern und Gästen
  • Eine Festschrift zur Apothekengeschichte

Viele dieser Pläne sind inzwischen Wirklichkeit geworden – gekrönt von einem Festakt, der die Geschichte der Apotheke nicht nur würdigte, sondern im besten Sinne „erlebbar“ machte.


Ergänzung: Der Festakt zum 300-jährigen Jubiläum der Hirsch-Apotheke (2025)

Am Samstag, dem 06.12.2025, dem Tag des offiziellen Jubiläums, erhielt die Hirsch-Apotheke ein neues, lebendiges Kapitel. Was Achim Nauert für diesen Abend geschaffen hat, war weit mehr als eine Festveranstaltung. Es war ein Fest der Menschen, die dieses Haus über Generationen geprägt und getragen haben – und ein eindrucksvoller Beweis dafür, was entsteht, wenn persönliches Engagement, Tradition und herzliche Verbundenheit zusammenkommen. Dass dieses Jubiläum trotz leerer öffentlicher Kassen in dieser würdigen Form stattfinden konnte, lag an Nauerts eigenem Einsatz und an der großen Unterstützung durch Freunde, Bekannte und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Ohne diesen Kreis wäre ein solches Fest nicht möglich gewesen.

Die Stadthalle war mit rund zweihundert Gästen gefüllt. Die Stimmung war warm, offen und von einer bemerkenswerten Leichtigkeit getragen. Unter den Anwesenden befanden sich Landrat Miroslav Kowalski, Verbandsbürgermeister Matthias König sowie – in Vertretung des verhinderten Stadtbürgermeisters – der Sohn des Landrats, der im Stadtrat sitzt. Auch die Familie Nauert war vollständig vertreten, darunter der ehemalige Stadtbürgermeister Nauert, der Vater des heutigen Inhabers.

Besonders würdig und berührend war die Anwesenheit zweier Frauen, die die jüngere Geschichte der Hirsch-Apotheke entscheidend geprägt haben:
Elfriede Pauli, die die Apotheke von 1970 bis 2001 leitete und aus der traditionsreichen Apothekerfamilie Haag stammt, sowie Hildrud Eifler, die das Haus von 2001 bis 2018 führte. Beide wirkten im Jubiläumsfilm mit – ein Detail, das dem Werk eine besondere Tiefe verlieh. Ihre kurzen Interviews, ihre Erinnerungen und ihre Art zu erzählen verbanden Historie und Menschlichkeit auf eine Weise, die viele Gäste bewegte.

Vor allem Elfriede Pauli beeindruckte mit einer Spontanität und Lebendigkeit, die man in diesem hohen Alter nicht oft in solcher Form erlebt. Sie sprach mit feinem Humor, mit klarer Erinnerung und mit einer Wärme, die den Saal erfüllte. Es war dieses herzliche Lachen, das entsteht, wenn jemand etwas aus seinem Leben erzählt und dabei mit ganzem Wesen präsent ist. Ihre Mitwirkung – ebenso wie die von Hiltrud Eifler – wertete den gesamten Film noch einmal auf und machte deutlich, wie eng Vergangenheit und Gegenwart dieses traditionsreichen Hauses miteinander verwoben sind.

Der Film selbst – zwei Teile zu je etwa zehn Minuten – war einer der Höhepunkte des Abends: liebevoll inszenierte Szenen aus verschiedenen Jahrhunderten, in denen Achim Nauert selbst in mehreren historischen Rollen auftrat. Zusammen mit den Beiträgen der beiden früheren Besitzerinnen entstand so ein kleines Werk, das weit über den Abend hinaus Bedeutung behalten wird. Wenn man später das 400- oder 500-jährige Jubiläum feiert, wird dieses Filmchen ein besonderes Zeugnis sein: Wie die Menschen 2025 feierten, wie sie dachten, wie sie sich erinnerten.

Der gesamte Abend war bis ins Detail stimmig. Ein festliches Buffet, das an die Tische gebracht wurde, ausgesuchte Weine, lange Gespräche, herzliche Begegnungen. Für viele Gäste war es ein außergewöhnlicher Abend – und für meine Frau und mich einer jener Momente, die im Gedächtnis bleiben.

So wurde das 300-jährige Jubiläum der Hirsch-Apotheke nicht nur gefeiert, sondern tatsächlich gelebt: als gemeinsames Werk vieler Menschen, in Respekt vor der Geschichte und getragen von echter Verbundenheit. Ein Abend, der der Bedeutung dieses Hauses mehr als gerecht wurde – und selbst ein Teil seiner Geschichte geworden ist.


Fazit: Eine Apotheke mit einzigartiger Geschichte

Drei Jahrhunderte, zahlreiche Besitzerwechsel, Kriegszeiten und gesellschaftlicher Wandel – und doch besteht die Hirsch-Apotheke bis heute. Sie ist mehr als nur ein Apothekenbetrieb: Sie ist ein Stück lebendige Stadtgeschichte.

Und für mich, Wolfgang Herfurth, hat sie noch eine ganz besondere Bedeutung – denn meine eigene Familiengeschichte ist mit ihr verwoben.

Die Hirsch-Apotheke bleibt ein Symbol für Beständigkeit, medizinische Versorgung und regionalen Zusammenhalt. Und während sie 2025 ihr großes Jubiläum feiert, wird eines klar: Ihre Geschichte ist noch lange nicht zu Ende – sie schreibt sich mit jedem Tag weiter, mit jedem Kunden, jedem Mitarbeiter und jeder Erinnerung, die mit diesem Haus verbunden ist.

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